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Wie lässt sich die Zersiedelung der Schweiz stoppen?

Hintergrund

Unter Zersiedelung versteht man das Ausmass der Bebauung der Landschaft. Je mehr Fläche bebaut ist und je weiter gestreut die Gebäude sind, desto höher ist die Zersiedelung. Typische Auswirkungen sind z.B. der Verlust von Freiflächen und Naherholungsgebieten, geringe Bebauungsund Bevölkerungsdichte, die räumliche Trennung von Wohnen und Arbeit und hohe Pendlerzahlen. Darüber äussern sich Wissenschaft, Planer, Wirtschaft und Politik vermehrt mit Besorgnis. Es besteht Bedarf nach Daten, die einen Vergleich verschiedener Regionen hinsichtlich ihres Zersiedelungsgrades und der Entwicklung der Zersiedelung erlauben.

Ziele

Hauptziel des Forschungsprojektes ist es,Trends für die zukünftige Entwicklung (von 2020 bis 2050) zu ermitteln und ihre Auswirkungen zu interpretieren. Darauf aufbauend will das Projekt Lösungen für die regionale Planung aufzeigen und Massnahmen vorschlagen, wie der heutige Zersiedelungstrend gestoppt und die Siedlungsentwicklung nachhaltiger gestaltet werden kann.

Methoden

Das Projekt erfasst die Entwicklung der Zersiedelung in der Schweiz von 1940 bis 2002 quantitativ auf der Grundlage von Landeskarten (Grad der Zersiedelung, zeitlicher Verlauf, räumliche Vergleiche). Der zeitliche Verlauf des Zersiedelungsgrades soll als Indikator für Nachhaltigkeit für das MONET-Projekt (Monitoring der nachhaltigen Entwicklung) sowie als Monitoring-Instrument für das "Programm Raumbeobachtung Schweiz" des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) dienen. Um Trends und ihre Auswirkungen identifizieren zu können, erarbeiten und vergleichen die Forscher alternative Szenarien, die auf der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung der Schweiz und verschiedenen räumlichen Verteilungen von neuen Siedlungsflächen basieren.

Bedeutung

Die Daten werden den aktuellen Stand, die Entwicklung der Zersiedelung und die heutigen Entwicklungstrends aufzeigen. Sie bilden eine Grundlage für die regionale Planung, die Verkehrsplanung und für politische Entscheidungsprozesse. Weiter werden die Daten nützlich sein: - als Indikatoren für das Umwelt-Monitoring - für den Umweltschutz - für die Förderung des Problembewusstseins

Zusammenfassung...

Projekttitel: Landschaftszersiedelung in der Schweiz: Quantitative Analyse 1940-2002 und Folgerungen für die Raumplanung

Betrag: CHF 178 990.-
Dauer: 18 Monate

PD Dr. Felix Kienast
Eidgenössische Forschungsanstalt
für Wald, Schnee und Landschaft WSL
Zürcherstrasse 111
8903 Birmensdorf
Tel 044 739 23 66
Fax 044 737 40 80
felix.kienast@wsl.ch



Links:

Professur für Natur- und Landschaftsschutz der ETHZ   öffnen >
Landschaftszerschneidung
Landschaftszerschneidung und Zersiedelung: Diskussion neuer Lösungsvorschläge angesichts des zunehmenden Problemdrucks
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ETH life: Zerschneidung erstmals vermessen
Artikel zur Landschaftszerschneidung
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Gruppe für Ökosystemmanagement der ETH Zürich   öffnen >

Dokumente:

  scientific abstract (english) (134KB) 30.05.2006    öffnen >
  Aufgaben und Grenzen von Messgrössen für die Landschaftsstruktur - das Beispiel Zersiedlung (751KB) 14.07.2007    öffnen >
  Kick off_Poster (150KB) 17.11.2006    öffnen >
  Messung der Zersiedelung: Resultate (88KB) 12.03.2007    öffnen >
  Zersiedelung: Wie lässt sich eine Trendwende erreichen? (179KB) 12.03.2007    öffnen >
  Landschaftszersiedelung Schweiz - Quantitative Analyse 1935 bis 2002 und Folgerungen für die Raumplanung (5488KB) 10.10.2008    öffnen >
  Suitability criteria for measures of urban sprawl (272KB) 06.12.2009    öffnen >
  New measures of urban sprawl (852KB) 06.12.2009    öffnen >
  Neophyte species richness at the landscape scale under urban sprawl and climate warming (1406KB) 06.12.2009    öffnen >

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